Gästejournal 2019 Fränkische Schweiz

Fränkische Schweiz – Museum Tüchersfeld

Fragen, Staunen und Mitmachen.

Diese drei Wörter charakterisieren das Regionalmuseum in Tüchersfeld bei Pottenstein auf vortreffliche Weise. Jung und Alt finden hier in 43 Räumen auf alle Fragen interessante, verständliche Antworten, egal, ob Sie Erdgeschichte, Archäologie und Geschichte, Handwerk, Trachten oder Spuren der tief verwurzelten Frömmigkeit erkunden. Ein besonderes Highlight stellt die Originalsynagoge aus dem Jahr 1763 dar. Jährlich zeigt das Fränkische Schweiz-Museum interessante Sonderausstellungen mit zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten. Sie tragen ebenso wie Märkte, Theaterund Musikveranstaltungen im Hof und in den Museumsräumen zu seiner Attraktivität bei. .

Auf den Spuren der Musketiere

Der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges, der sich so stark auf die Entwicklung in Mitteleuropa auswirkte, jährt sich 2018 zum 400ten Mal. Dies ist für das Fränkische Schweiz-Museum Anlass eine Ausstellung zu dem Thema zu erstellen: „Söldner, Schrecken, Seuchen. Franken und Böhmen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges“. Die Ausstellung stellt die Ereignisse in unserer Region in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Sicht der damals lebenden einheimischen Bevölkerung vor. Die großräumigen europäischen Ereignisse immer im Blick behaltend, vermittelt das Museum so anhand von lokalen und regionalen Beispielen die erschütternde Zeitepoche zwischen 1618 und 1648.

So läuft mehrmals im Kriegsherbst 1632 die 15jährige Maria Margareta Stumpf von Bayreuth nach Kulmbach. Dort versucht die junge Frau, das Lösegeld für ihren Vater zusammen zu tragen. Der kaiserliche Heerführer Marchese de Grano hält ihn als Geisel. Seine Forderung an die Stadt Bayreuth: 10.000 Reichsthaler für fünf Tage Besetzung. Nach Wochen hat Maria Margareta das Geld beisammen – doch schon drei Tage nach der Übergabe stirbt der Vater an Entkräftung. Der nächste Schlag kommt zwei Jahre später – die Mutter fällt der Pest zum Opfer. Die nun 17jährige übernimmt die Verantwortung für die vier jüngeren Geschwister. Mit 18 heiratet sie im Folgejahr einen 13 Jahre älteren Mann. In den nächsten 10 Jahren bringt sie acht Kinder zur Welt. Fünf davon starben noch im Kleinkindalter. Der Tod des letzten Kindes bricht letztlich ihren Lebenswillen. Maria Margareta stirbt mit 28 Jahren.

Das Schicksal von Maria Margareta Stumpf aus Bayreuth ist tragisch – und doch nur eines von vielen.

Die Kuratoren des Fränkische Schweiz-Museums tragen zahlreiche originale Objekte aus jener Zeit zusammen. Urkunden, Propagandaflugblätter, Waffen, Bilder und Alltagsgegenstände sind hier zu nennen.

Aus ausgewählten überlieferten Leichenpredigten werden Biografien von Personen zusammengestellt und als Hörspiel präsentiert. Die so dargestellten Einzelschicksale erlauben einen sehr persönlichen Einblick in die Lebenswelt der Menschen zu einer Zeit, in der Glück und Schrecken sehr eng beisammen liegen konnten. Die eindrucksvollen und intensiven Grafiken eines Jacques Callot belegen dies sehr deutlich.

Gut zu wissen…

  • Erdgeschichte – Archäologie – Landwirtschaft

  • Volksfrömmigkeit – Sonderausstellungen – Märkte

  • Handwerk – Trachten – Jüdisches Leben – Kunst

Kontakt

Fränkische Schweiz-Museum
Tüchersfeld
Am Museum 5
91278 Pottenstein
Tel.: +49 (0)9242 1640
Fax +49 (0)9241 1056
info@fsmt.de
www.fsmt.de

Sonderausstellungen 2018:

24. März – 23. September:

Auf den Spuren der Musketiere

Öffnungszeiten

April – Oktober:

Di. – So.: 10 bis 17 Uhr

Nov. – März:

So.: 13.30 bis 17 Uhr

Bei rechtzeitiger Absprache können Gruppen auch Sondertermine vereinbaren.

Artikel veröffentlicht am 05.02.2018 von Fränkische Schweiz-Museum Tüchersfeld
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Fränkische Schweiz Gästejournal 2019

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